Der nächste Gegner: VfB Oldenburg

Am kommenden Sonntag, den 12.11. tritt die Benbennek-Elf die Fahrt nach Oldenburg an, um sich dort dem VfB, einem direkten Tabellennachbarn, zu stellen. Die Oldenburger stehen mit 13 Punkten aus 14 Spielen, punktgleich mit dem TSV, auf Rang 13, lediglich das Torverhältnis ist etwas besser und verhilft dem VfB zu der optisch besseren Ausgangslage.

Mit genau der gleichen Bilanz wie der TSV (drei Siege, vier Remis und sieben Niederlagen), blickt der VfB auch auf eine eher schwache Anfangsphase der Saison zurück. So konnte nach dem Auswärtssieg am dritten Spieltag bei Altona 93 acht Spiele lang kein Sieg mehr eingefahren werden. So rutschte die Mannschaft von Trainer Stephan Ehlers in der Tabelle immer weiter ab. Der Knoten platzte erst wieder gegen Eutin 08, als der VfB zu Hause einen klaren 4:0-Sieg einfahren konnte und die Sieglosserie beendete. Diese Euphorie hielt jedoch nicht lange an, da der VfB bereits eine Woche später mit 0:6 böse beim Hamburger SV (U21), dem ungeschlagenen Spitzenreiter der Regionalliga Nord, unter die Räder kam. Befürchtungen seitens des VfB, dass es erneut Richtung Abwärtsspirale gehen könnte, wurden bisher erfolgreich zerstreut. Das Spiel gegen die U23 von St. Pauli wurde witterungsbedingt verschoben, sodass die Oldenburger-Elf mit zwei Wochen Vorbereitung zu der U23 von Hannover 96 fuhr und sich dort mit einem heiß umkämpften 3:2 Auswärtssieg ganz wichtige Punkte sicherte. Der VfB kommt also mit dem Rückenwind von zwei Siegen aus drei Spielen an die Hannoversche Straße und will versuchen den TSV in der Tabelle auf Abstand zu halten. Die Havelser Defensive sollte sich besonders auf Daniel Franziskus einstellen, der bereits sechs Tore für die Oldenburger erzielte und immer für Gefahr sorgen kann. Es wird also spannend zu sehen mit welcher Einstellung die Heimelf am Wochenende auflaufen wird.

Die Benbennek-Elf steckt momentan in einer schwierigen Situation, aus den letzten vier Spielen konnte nur ein Punkt mitgenommen werden. Zusätzlich kassierten die Havelser Jungs in dieser Zeit insgesamt 13 Gegentore und stellen nun mit 33 Gegentreffern die zweitschwächste Defensive der Liga. Besonders die beiden 0:4-Niederlagen gegen die U23 von St. Pauli und dem VfB Lübeck im heimischen Wilhelm-Langrehr-Stadion quälen die TSV-Seele. Allerdings muss man den Havelser Jungs zugutehalten, dass sie mit einem Altersschnitt von 22,7 Jahren eine extrem junge Mannschaft auf dem Platz hatten. Genau auf diesen Aspekt sollte sich auch stets besonnen werden, da sich eine solch junge Mannschaft immer in der Entwicklung befindet und von Spiel zu Spiel wächst. Auch die Rückkehr von mehreren Ausfällen oder gesperrten Spielern, soll den Havelser Jungs Rückenwind geben. So stehen mit Morten Jensen und Jonas Sonnenberg zwei wichtige Stützen in der Defensive wieder zur Verfügung. Auch der zuletzt gelbgesperrte Yannik Jaeschke und der wieder genesene Brian Klein stehen wieder zur Verfügung, um dem TSV zu diesem wichtigen Auswärtssieg zu verhelfen. Bis auf Weiteres fallen der erkrankte Max Radowski und Daniel Degner aus, sodass Trainer Christian Benbennek auf der personellen Ebene fast auf den gesamten Kader zurückgreifen kann.

Der TSV geht optimistisch in die Partie und will die bisher schwache Auswärtsbilanz widerlegen und gegen den direkten Tabellennachbarn wichtige Punkte einfahren.