Der TSV - wie geil ist das denn...
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Die Historie

Die Gründung

Am 5. August 1912 gründeten junge Männer den Verein als 'FC Pelikan Havelse'. Pelikan hieß der erste Ball, den die Gründungsmitglieder für 7,50 Mark erstanden. Bis 1916 konnte der Spielbetrieb aufrecht erhalten werden. 1923 erfolgte die zwischenzeitliche Auflösung des Vereins, bevor sich sechs Jahre später der TV Havelse neu gründete. 1933 wurde in Garbsen-Havelse dann wieder Fußball gespielt. Später nannte der Verein sich dann TSV Havelse. Nach dem zweiten Weltkrieg folgte nach einer Unterbrechung der Anschluss an den hannoverschen Fußballkreis. Nicht zuletzt deshalb trat der TSV ab 1947 für fünf Jahre als TSV Havelse-Marienwerder, dem benachbarten hannoverschen Stadtteil, an.

Erstmals in Erscheinung trat die Fußballsparte in Havelse 1955, als der Einzug in die Aufstiegsrunde zur damaligen erstklassigen Oberliga erreicht wurde. Nur ein Jahr darauf folgte aufgrund eines Lizenzverstoßes jedoch der Zwangsabstieg aus der niedersächsischen Amateurliga.


Der Aufschwung

Einige Jahre brauchte man in Havelse um sich davon zu erholen. 1975 starteten die Fußballer dann aber so richtig durch. Dem Spartenvorsitzenden Wilhelm Langrehr gelang der Coup, mit dem ehemaligen Nationalspieler Hans Siemensmeyer eine Legende der Region als Trainer zu verpflichten. Binnen zehn Jahren führte Siemensmeyer Havelse von der Bezirksliga in die damals drittklassige Oberliga Nord. Zum ersten Spiel in dieser Liga kamen 1981 mehr als 4000 Zuschauer zum Derby gegen Armina Hannover. Das Stadion war so voll, dass einige Fans den 3:1-Erfolg von Mülltonnen aus bejubeln mussten. In dieser Zeit entwickelte sich die Spielstätte an der Hannoverschen Straße zu einer Festung. Die Heimstärke des TSV war weit über die Region hinaus bekannt. Daraus resultierte die Namensgebung der 'TSV-Kampfbahn'. 1984 nahm der Verein erstmals am DFB-Pokal teil. Im Heimspiel erkämpfte man sich ein beachtliches 2:2-Unentschieden gegen den VfL Bochum. Im nötig gewordenen Wiederholungsspiel musste man sich dem überlegenen Gegner aus dem Ruhrpott dann jedoch mit 0:4 geschlagen geben.

1986/1987 entging der TSV Havelse nur knapp dem Abstieg aus der Oberliga Nord. Doch zur Rückrunde wurde der auch schon als Spieler für die Garbsener aktive Volker Finke als neuer Trainer verpflichtet. Mit ihm schaffte man den Klassenerhalt am letzten Spieltag durch einen 3:2-Sieg gegen Göttingen 05 im Wilhelm-Langrehr-Stadion. Die Verpflichtung Finkes sollte sich in den darauffolgenden Jahren als nachhaltig erweisen. Denn nur zwei Jahre nachdem Havelse dem Abstieg nur knapp von der Schippe springen konnte, führte der Trainer das Team 1989 in die Aufstiegsrunde zur Zweiten Bundesliga. Mehr als Rang fünf und damit der letzte Platz, sprang dabei jedoch nicht heraus.


Die Zweite Bundesliga

Erfolgreicher verlief die Saison 1989/1990 für den TSV Havelse, in der man in der Oberliga Nord den zweiten Platz erreichte, und sich somit zum zweiten Mal in Folge für die Aufstiegsrunde in die Zweite Bundesliga qualifizieren konnte. Vor heimischer Kulisse in der prall gefüllten TSV-Kampfbahn gelang im entscheidenden Spiel ein 3:2-Erfolg über den Wuppertaler SV. Das Siegtor bescherte Lars Beike mit einem Freistoß erst in der Nachspielzeit. Der TSV Havelse hatte den Aufstieg, gemeinsam mit dem VfB Oldenburg, perfekt gemacht. Der Jubel in Garbsen kannte keine Grenzen.

In der Zweiten Bundesliga traf man in der Saison 1990/1991 auf namhafte Gegner wie Schalke 04, den MSV Duisburg, Mainz 05 oder den SC Freiburg. Highlights in der Region waren die beiden Spiele gegen Hannover 96, die beide im damaligen Niedersachsenstadion in Hannover ausgetragen wurden. Volker Finke verließ den Verein bereits im Oktober des Aufstiegsjahres, Karl-Heinz Mrosko übernam die Mannschaft. Die sportliche Bilanz der einmaligen Saison in der zweithöchsten deutschen Spielklasse war weitaus negativer, als die Erinnerungen daran. Sechs Siege, sieben Unentschieden und 25 Niederlagen bedeutenen 1991 den Abstieg.

Da Volker Finke zur kommenden Saison Trainer des SC Freiburg wurde, wechselte ein Havelser Trio mit ihm ins Breisgau. Stefan Beneking, Jens Todt und Thomas Vogel spielten mit dem Sportclub später auch in der Bundesliga. Als Co-Trainer brachte Finke den bis dato in Havelse engagierten Achim Sarstedt mit.


Der Pokalschreck stürzt ab

Durch die Zugehörigkeit zur Zweiten Bundesliga qualifizierte sich der TSV Havelse für die Teilnahme am DFB-Pokal in der Saison 1991/1992. In der ersten Runde gelang der nun von Jürgen Stoffregen trainierten Mannschaft eine wahre Pokalsensation. Der Bundesligist 1. FC Nürnberg wurde an der Hannoverschen Straße mit 4:2 nach Elfmeterschießen besiegt. Das Aus folgte jedoch daraufhin beim SC Bamberg, der den TSV klar mit 4:0 schlug. In der drittklassigen Oberliga lief es für den Absteiger ebenfalls gut. Die Aufstiegsrunde zur Zweiten Bundesliga konnte einmal mehr erreicht werden. Doch gegen Fortuna Köln und 1860 München gelang den Havelsern kein Sieg, sondern nur zwei Unentschieden und zwei Niederlagen.

Auch 1993/1994 nahm Havelse am DFB-Pokal teil. Der Karlsruher SC reiste mit den späteren Nationalspielern Oliver Kahn und Jens Nowotny nach Garbsen und siegte mit 3:0.

In den folgenden Jahren ging es sportlich für den Turn- und Sportverein weiter bergab. 1993 folgte der Abstieg in die viertklassige Verbandsliga Niedersachsen, aus der ein Jahr später die Oberliga Niedersachsen/Bremen hervorging. Von 1993 bis 2000 hielt man sich in dieser Liga meist im oberen Tabellendrittel auf. Doch 2000/2001 erreichte der TSV nur den 15. Tabellenplatz. Aufgrund der Tatsache, dass der für die Aufstiegsrunde qualifizierte SC Göttingen jedoch keine Lizenz für die Zweite Bundesliga erhielt, musste der TSV Havelse zwangsabsteigen, um die Anzahl der Mannschaften konstant zu halten. Anschließend verließen Trainer Worm, sowie alle Spieler den Verein. Zur Saison 2001/2002 übernahm Bernd Krajewski den TSV Havelse, und versuchte mit Spielern aus niedrigeren Ligen, den Klassenerhalt in der fünftklassigen Niedersachsenliga zu erreichen. Dieser Versuch missglückte und Havelse stieg in die sechstklassige Landesliga Hannover ab. Nach zwei Jahren in der Landesliga wurde Jürgen Stoffregen erneut Trainer. Bereits in seiner ersten Saison gelang ihm 2005 der Aufstieg. Erst im letzten Spiel der Saison wurde der direkte Konkurrent um den Aufstieg, der 1. FC Wunstorf, mit 2:0 geschlagen.


Die Oberliga und der Aufstieg

Es folgten zwischen 2005 und 2010 fünf Jahre Fünftklassigkeit in der Niedersachsenliga West, aus der 2008 die Oberliga Niedersachsen West hervorging. In jeder einzelnen Saison war der TSV Havelse dicht dran am Aufstieg.

2007 nahm der TSV Havelse erneut am DFB-Pokal teil. Vor toller Kulisse verlor man jedoch bei sommerlicher Hitze mit 0:3 gegen den damaligen Zweitligisten TuS Koblenz, der von Trainer Uwe Rapolder betreut wurde.

2010 sicherte sich Havelse in der Oberliga Niedersachsen West den Ersten Tabellenplatz, der den Aufstieg in die Regionalliga Nord bedeutete. Nach einem halben Jahr, in dem der TSV sportlich abgeschlagen war, folgte nach über sechs Jahren die Trennung von Trainer Jürgen Stoffregen. Der frühere Bundesligaprofi André Breitenreiter übernahm das Zepter in Garbsen. Aufgrund einer Aufstockung der Regionalliga West erreichte Havelse dank einer tollen Aufholjagd in der Rückrunde doch noch den Klassenerhalt. Wegen einer Reform der Regionalliga, ist die Viertklassigkeit des TSV Havelse bis einschließlich der Saison 2012/2013 gesichert.

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