16.05.2026

Havelse verliert Saisonfinale im Tivoli

Der TSV Havelse musste sich am 38. und zugleich letzten Spieltag der 3. Liga deutlich mit 1:6 bei Alemannia Aachen geschlagen geben. Nach einem frühen Rückstand durch den späteren Torschützenkönig Lars Gindorf zeigte Havelse zunächst eine gute Reaktion und hatte durch Johann Berger die große Chance zum Ausgleich. Den fälligen Elfmeter parierte jedoch Manuel Riemann. Mit einem frühen Treffer nach Wiederanpfiff brachte sich Aachen endgültig auf die Siegerstraße und spielte sich anschließend in einen Offensivrausch. Die Partie stand unter der Leitung von Schiedsrichterin Luca Jürgensen, assistiert von Fabian Porsch und Gerhard Ludoplh. Vierter Offizieller war Cengiz Kabalakli.

Gindorf trifft, Berger vergibt Elfmeter

Der TSV Havelse erwischte den besseren Start in das Saisonfinale und hätte bereits nach fünf Minuten durch Arlind Rexhepi in Führung gehen können (5.). Die erste nennenswerte Gelegenheit der Gastgeber nutzte hingegen Lars Gindorf eiskalt: Der Angreifer umkurvte nach sieben Minuten TSV-Keeper Norman Quindt und schob zur Aachener Führung ein (7.). Trotz des Rückstands blieb die Mannschaft von Trainer Samir Ferchichi spielbestimmend und kam durch eine Doppelchance von Boujellab dem Ausgleich nahe (26.). Kurz darauf traf der Mittelfeldspieler nach Zuspiel von Sommer lediglich den linken Pfosten (27.). Marko Ilic, über den zahlreiche Offensivaktionen liefen, holte nach einem Foul von Winter in der 32. Minute einen Strafstoß heraus. Johann Berger übernahm die Verantwortung, scheiterte jedoch an Riemann, der die rechte Ecke aus Sicht des Schützen ahnte. Es war Bergers erster verschossener Elfmeter der Saison. In der Schlussphase des ersten Durchgangs erhöhte Aachen den Druck, dennoch ging Havelse nur mit einem knappen Rückstand in die Pause.

Gindorf krönt sich mit Dreierpack zum Torschützenkönig

Auch in die zweite Halbzeit startete Aachen deutlich entschlossener. Bereits in der 46. Minute erhöhte Mika Schroers auf 2:0. Havelse fand jedoch schnell eine Antwort: Marko Ilic verwertete eine Hereingabe von Leon Sommer zum 1:2-Anschlusstreffer (52.). Die Partie entwickelte sich nun zu einem offenen Schlagabtausch. Nur zwei Minuten nach dem Treffer zum Anschluss erhielt Aachen ebenfalls einen Strafstoß, den Lars Gindorf sicher zum 3:1 verwandelte (54.). Direkt im Anschluss legten die Gastgeber nach: Nach Vorarbeit von Bahn traf erneut Mika Schroers zum 4:1 (55.). Mit zunehmender Spielzeit wirkte Havelse zunehmend verunsichert. Zahlreiche Wechsel sorgten zudem dafür, dass der Spielfluss abnahm. Danilo Wiebe erhöhte in der 74. Minute mit einem sehenswerten Volley auf 5:1. Offensiv gelang dem TSV in der Schlussphase kaum noch Entlastung. Kurz vor dem Ende setzte Lars Gindorf mit seinem dritten Treffer des Tages den Schlusspunkt zum 6:1 und sicherte sich damit gleichzeitig die Torjägerkanone der 3. Liga. Für Havelse bedeutete die Niederlage zugleich den Abschied aus der 3. Liga.

Jaeschke verabschiedet sich, Dlugaiczyk stellt Rekord auf

Für den in der 75. Minute eingewechselten Yannik Jaeschke war es der letzte Einsatz im Trikot des TSV Havelse. Torhüter Alexander Dlugaiczyk stellte zudem mit 43 Jahren, 2 Monaten und 29 Tagen einen neuen Altersrekord in der 3. Liga auf und ist nun der älteste eingesetzte Spieler der Drittliga-Geschichte. Kurz vor Spielende feierte außerdem Hasan Özdemir sein Debüt in der 3. Liga.

TSV Alemannia Aachen: Riemann (TW), Bagkalianis, Strujic, Bahn, Loune, Hanraths (C), Gindorf, Oehmichen, Schroers, Wiebe, Winter

TSV Havelse: Quindt (TW), Belkahia, Berger, Düker (C), Ilic, Duah, Boujellab, Schepp, Behrens, Sommer, Rexhepi

Kontakt

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